Ladungssicherung berechnen: Rechner für Zurrgurte (EN 12195-1)
Ladungssicherung wird je Richtung berechnet: Die Sicherung muss 0,8 des Ladungsgewichts nach vorn und je 0,5 zur Seite und nach hinten halten (Richtlinie 2014/47/EU, Anhang III; EN 12195-1); die Reibung trägt davon μ × Gewicht, den Rest übernehmen Formschluss und Zurrmittel. Beim Niederzurren zählt die Vorspannkraft STF: Ein Gurt mit 400 daN unter 80° sichert bei μ 0,45 seitlich rund 6.571 kg, nach vorn nur 826 kg – deshalb gehört die Ladung an die Stirnwand. In Logistivo stehen Gewicht, Lademeter, Stapelbarkeit und Fahrzeugtyp im Auftrag, und die Fahrer-App kann die Übergabe des Aufliegers mit Fotos dokumentieren.
Wie viel Sicherungskraft braucht Ihre Ladung – nach vorn, zur Seite und nach hinten?
Wie viel Sicherungskraft braucht Ihre Ladung – nach vorn, zur Seite und nach hinten? — Gewicht, Reibpaarung und Zurrmittel eingeben – der Rechner zeigt für vorn, Seite und hinten, ob die Sicherung nach EN 12195-1 hält.
Eine Planungsschätzung nach den Formeln der EN 12195-1, wie sie die EU-Leitlinien zur Ladungssicherung (2014) anwenden: ein starrer Ladungsblock, Schwerpunkt in der Mitte, Straßenverkehr. Sie ersetzt weder die rechtliche Verantwortung von Verlader, Frachtführer und Fahrer noch eine geprüfte Berechnung oder Prüfung.
Maße des Ladungsblocks — Länge × Breite × Höhe in Metern; der Schwerpunkt wird in der Mitte angenommen (Kippnachweis). Mehrere Reihen oder Lagen: je Ladungsabschnitt rechnen.
μ laut Prüfbericht — Nur mit Nachweis nach EN 12195-1, Anhang B und E.
STF (Etikett) — STF = Normalspannkraft vom Etikett (EN 12195-2). Beim Niederzurren zählt sie, nicht die LC; die LC nutzt der Rechner nur im Kippnachweis (0,5 × LC).
Horizontalwinkel β — β = Winkel zur Fahrzeuglängsachse. Gerechnet werden vier Zurrmittel, je Richtung wirken zwei.
EU – EN 12195-1 und Richtlinie 2014/47/EU — vorwärts 0,8 · seitlich 0,5 (0,6 bei Kippgefahr) · rückwärts 0,5 des Ladungsgewichts; Reibbeiwert aus der Tabelle der Norm. — Richtlinie 2014/47/EU, Anhang III Nr. I.1; EU-Leitlinien 2014, Kap. 1.4
Großbritannien – DVSA — Die DVSA verlangt, dass die Sicherung das ganze Ladungsgewicht nach vorn und die Hälfte zur Seite und nach hinten hält; für eigene Rechnungen gilt μ 0,2, solange kein geprüfter oder zertifizierter Wert vorliegt. Der Rechner setzt diese Werte in die Formeln der EN 12195-1 ein. — DVSA, Securing loads on HGVs and goods vehicles, Kap. 2
Reibbeiwerte nach EN 12195-1: Welcher μ-Wert gilt für Ihre Ladefläche? — Die Reibung trägt einen Teil der Massenkraft – aber nur, wenn die Kontaktflächen besenrein und frei von Öl, Eis und Schnee sind; sonst höchstens μ 0,2. Die Tabelle ist der Auszug aus EN 12195-1:2010, Anhang B, wie ihn die EU-Leitlinien abdrucken.
Antirutschmatte · Antirutschmatte aus Gummi — μ 0,60 — Saubere Fläche, trocken oder nass; beim Direktzurren mit f_μ = 1,0 statt 0,75. Höhere Werte nur mit Prüfzertifikat.
Sonstiges · Eigener Wert (Prüfbericht) — laut Nachweis — Nur mit Nachweis nach EN 12195-1, Anhang B und E.
Nicht besenrein, Frost, Eis oder Schnee: höchstens μ = 0,2 ansetzen; bei öligen oder fettigen Flächen besondere Vorsicht (EN 12195-1, Anhang B, Fußnote a).
Beim Direktzurren bewegt sich die Ladung ein wenig, bevor die Zurrmittel Kraft aufnehmen – deshalb wird dort mit 75 % des Reibbeiwerts gerechnet (f_μ = 0,75), bei Gummimatten mit 100 %.
Dass die Werte für Schnittholz auch für Holzpaletten gelten, steht im CTU-Code (IMO/ILO/UNECE), Anhang 7, Anlage 2.
Kein Aufbaucode / Ladung liegt nicht an — Ohne Aufbaucode nach EN 12642 oder ohne Kontakt zur Wand rechnet der Rechner keinen Formschluss an – die ganze Kraft läuft über Reibung und Zurrmittel. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 2.2–2.3
EN 12642 L – Curtainsider (Plane) — Stirnwand 0,4 × Nutzlast, höchstens 5.000 daN; Rückwand 0,25 × Nutzlast, höchstens 3.100 daN; die Plane eines L-Curtainsiders gilt nur als Wetterschutz (seitlich 0). — EN 12642; EU-Leitlinien 2014, Kap. 2.1–2.3
EN 12642 XL – verstärkter Aufbau — Stirnwand 0,5 × Nutzlast, Rückwand 0,3 × Nutzlast, Seitenwände 0,4 × Nutzlast (über die Länge und mindestens 75 % der Innenhöhe verteilt). Rundum blockierte Ladung braucht im XL-Fahrzeug ab μ 0,3 laut EU-Leitlinien keine weitere Sicherung. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 2.1–2.2 und 6
Welche Sicherungsart passt: Formschluss, Niederzurren oder Direktzurren? — Die drei Grundmethoden der EN 12195-1 rechnen mit verschiedenen Größen vom Etikett. Wer sie verwechselt, verrechnet sich um ein Vielfaches.
Niederzurren (kraftschlüssig) — Gurte über der Ladung drücken sie auf die Fläche und erhöhen die Reibung. — Beim Niederzurren zählt allein die Vorspannkraft: Die Ratsche bringt mit 50 daN Handkraft die STF auf, und diese Kraft presst die Ladung zusätzlich auf den Boden. Die LC spielt für das Rutschen keine Rolle. Wirksam ist die Methode vor allem seitlich und nach hinten – nach vorn braucht sie sehr viele Gurte, dort wird meist blockiert. — n ≥ (c − μ) · m · g · f_s / (2 · μ · sin α · STF)
Zurrwinkel möglichst steil: Die Tabellen der Leitlinien gelten für 75–90°; unter 30° ist eine andere Methode zu wählen.
f_s = 1,25 nach vorn, 1,1 zur Seite und nach hinten.
Bei nachgiebiger Ladung sinkt die Vorspannung unterwegs oft auf 50 % oder weniger – nachspannen oder anders sichern.
Ohne Reibung (μ = 0) kann Niederzurren nichts halten.
Diagonalzurren (Direktzurren) — Vier Zurrmittel verbinden Zurrpunkte der Ladung direkt mit dem Fahrzeug. — Beim Direktzurren nimmt das Zurrmittel die Kraft selbst auf, sobald sich die Ladung minimal bewegt – deshalb zählt die LC und nur 75 % der Reibung (f_μ = 0,75). Je Richtung arbeiten zwei der vier Zurrmittel. Geeignet für Maschinen und schwere Einzelstücke mit festen Zurrpunkten. — LC ≥ m · g · (c − μ·f_μ) / (2 · (μ·f_μ · sin α + cos α · cos β))
Seitlich wird statt cos β mit sin β gerechnet (β = Winkel zur Längsachse).
Horizontalwinkel β vorzugsweise 30–45°, wenn nicht zusätzlich blockiert wird; Vertikalwinkel α möglichst flach.
Vorspannung höchstens 0,5 × LC; Gurte dehnen sich bis zu 7 %.
Die Kurzanleitung der Leitlinien rechnet mit Zurrpunkten von 2.000 daN – nie mehr LC ansetzen, als der Zurrpunkt hält.
Formschluss (Blockieren) — Die Ladung liegt an Stirnwand, Rückwand oder Seitenwänden an, Lücken sind gefüllt. — Die zuverlässigste Methode: Die Kraft geht direkt in den Aufbau. Wie viel eine Wand hält, steht im Aufbaucode nach EN 12642 – bezogen auf die Nutzlast P. Formschluss und Zurrmittel dürfen addiert werden. — F = m · g · (c − μ) ≤ F_B
Bei allgemeiner Blockierung dürfen die Lücken je Richtung zusammen höchstens 15 cm betragen; bei dichter, harter Ladung (Stahl, Beton, Stein) möglichst weniger.
Kippgefährdete Ladung oberhalb des Schwerpunkts blockieren.
Blockier- und Zurrkapazität werden addiert (EN 12195-1).
Die Werte, mit denen der Rechner arbeitet — Jede Zahl im Werkzeug steht hier mit ihrer Quelle.
Erdbeschleunigung — g = 9,81 m/s² → 0,981 daN je kg — 1 daN = 10 N; die Massenkraft in daN ist Masse × 0,981 × c. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 6
Beschleunigungsbeiwerte — c vorwärts 0,8 · seitlich 0,5 · rückwärts 0,5 · c_z 1,0 — Die Sicherung muss 0,8 des Ladungsgewichts nach vorn, 0,5 zur Seite und 0,5 nach hinten halten; 0,6 zur Seite, wenn Kippgefahr besteht. — Richtlinie 2014/47/EU, Anhang III Nr. I.1; EN 12195-1:2010
Keine Rutschgefahr — μ ≥ c — Ist der Reibbeiwert mindestens so groß wie der Beschleunigungsbeiwert der Richtung, rutscht die Ladung in dieser Richtung nicht. — EU-Leitlinien 2014, Anhang 2 (Kurzanleitung)
Sicherheitsbeiwert beim Niederzurren — f_s = 1,25 vorwärts · 1,1 seitlich und rückwärts — Wird beim Niederzurren und beim Kippnachweis angesetzt. — EN 12195-1, Gl. 10; EU-Leitlinien 2014, Kap. 6.1
Reibungsfaktor beim Direktzurren — f_μ = 0,75 (Gummimatte: 1,0) — Die Ladung bewegt sich minimal, bevor die Zurrmittel greifen; es gilt die Gleitreibung, angesetzt mit 75 % des Reibbeiwerts. — EN 12195-1, Gl. 35 und Anhang B; EU-Leitlinien 2014, Anhang 2, A.2.6
Verschmutzte oder vereiste Fläche — μ ≤ 0,2 — Ist die Kontaktfläche nicht besenrein oder nicht frei von Frost, Eis und Schnee, darf kein höherer Reibbeiwert als 0,2 angesetzt werden. — EN 12195-1, Anhang B, Fußnote a
STF oder LC? — Niederzurren rechnet mit der Vorspannkraft STF, Direktzurren und Formschluss mit Kräften bis zur LC; stehen auf dem Etikett zwei LC-Werte, gilt der niedrigere. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 4.1.1 und 5.6
Kippnachweis — stabil, wenn b > c · d — Mit dem Schwerpunkt in der Mitte heißt das: seitlich H/B unter 2, nach vorn H/L unter 1,25, nach hinten H/L unter 2. Ist die Ladung seitlich kippgefährdet, rechnet der Rechner beim Niederzurren den kleineren Wert aus STF mit c = 0,5 und aus 0,5 × LC mit c = 0,6. — EN 12195-1, Gl. 3 und 16; EU-Leitlinien 2014, Kap. 6.2
Kippen beim Direktzurren und in Längsrichtung — Diese Fälle rechnet das Werkzeug nicht: Kippgefährdete Ladung wird oberhalb des Schwerpunkts blockiert oder mit einer Kopfschlinge an der Oberkante gesichert; den Nachweis führen Sie nach EN 12195-1. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 5.3 und 5.5.4
Mindestsicherung gegen Wandern — 1 Niederzurrung je 4 t — Auch ohne Rutsch- und Kippgefahr empfehlen die Leitlinien für nicht blockierte Ladung mindestens eine Niederzurrung je 4 t gegen Wandern durch Vibration. — EU-Leitlinien 2014, Anhang 2, A.2.1
Zurrpunkte — 2.000 daN je Zurrpunkt (Kurzanleitung) — Die Tabellen der Kurzanleitung gehen von Zurrpunkten mit 2.000 daN, Gurten mit LC 1.600 daN und STF 400 daN aus; nie mehr LC oder STF ansetzen, als die Zurrpunkte halten. — EU-Leitlinien 2014, Anhang 2, A.2.3 und A.2.12
Zurrwinkel beim Niederzurren — α < 30° → andere Methode — Die Tabellen gelten für 75–90°, zwischen 30° und 75° halbiert sich der Tabellenwert; unter 30° soll eine andere Sicherungsmethode gewählt werden. Der Rechner setzt sin α exakt ein. — EU-Leitlinien 2014, Anhang 2, A.2.11
Horizontalwinkel beim Diagonalzurren — 30° ≤ β ≤ 45° — Ohne zusätzliches Blockieren liegt der Winkel zur Fahrtrichtung vorzugsweise zwischen 30° und 45°; größere oder kleinere Winkel sind zulässig, wenn die höheren Kräfte in Zurrmittel und Zurrpunkt aufgenommen werden. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 5.5.1
Vorspannung beim Direktzurren — ≤ 0,5 × LC — So hoch wie möglich, aber nicht über der halben LC – Gurte dehnen sich bis zu 7 %, jede Bewegung der Ladung soll klein bleiben. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 5.5
Methoden kombinieren — m_B + m_Zurr ≥ m — Blockier- und Zurrkapazität dürfen addiert werden; der Rechner rechnet beides in gesicherte Masse um und addiert – wie Beispiel 1 der Leitlinien (1,7 t + 7,5 t = 9,2 t). — EN 12195-1; EU-Leitlinien 2014, Kap. 5.7 und 6.1
Mit welchen Beschleunigungen rechnet man – warum 0,8 g nach vorn? — Im Straßenverkehr gilt in der EU: 0,8 des Ladungsgewichts nach vorn (Vollbremsung), je 0,5 zur Seite (Kurve, Ausweichen) und nach hinten; bei Kippgefahr 0,6 zur Seite. Die Werte stehen in Anhang III der Richtlinie 2014/47/EU, die die Kontrolle der Ladungssicherung bei technischen Unterwegskontrollen regelt.
EN 12195-1 / Richtlinie 2014/47/EU — vorwärts: 0,8 | seitlich: 0,5 | rückwärts: 0,5 | Kippen seitlich: 0,6 — Anhang III Nr. I.1; EU-Leitlinien Kap. 1.4
In Deutschland verlangt § 22 Abs. 1 StVO, dass die Ladung selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutscht, umfällt, hin- und herrollt oder herabfällt, und verweist auf die anerkannten Regeln der Technik; die EU-Leitlinien nennen dafür die Normen der Reihen EN 12195, EN 12640 und EN 12642.
Rechenbeispiel: 12 t Holzpaletten auf Sperrholzboden, Curtainsider EN 12642 L, Ladung an der Stirnwand. — Ladung 12.000 kg · Holz auf Sperrholz μ 0,45 · Gurte STF 4 × 400 daN · vorwärts 0,8: Stirnwand L · seitlich 0,5: 2 von 4 Gurten · rückwärts 0,5: 2 von 4 Gurten
Diese Rechnung gilt für eine Ladung – in Logistivo hat jede Ladung ihre Daten im Auftrag — Gewicht, Lademeter, Stapelbarkeit und Fahrzeugtyp stehen im Logistivo-Auftrag, der Ladeplan wird im Auftrags-Chat abgestimmt, und die Fahrer-App kann die Übergabe des Aufliegers mit Fotos dokumentieren.
Ladungsverwaltung — Auftrag mit Gewicht, LDM, Stapelbarkeit, Fahrzeugtyp und eigenem Chat — /en/load-management
Fahrer-App — Übergabefotos des Aufliegers mit Zeit und GPS, Live-Standort — /en/carrier/drivers
Wie viele Paletten passen in einen Container? — Stellplan für 20- und 40-Fuß-Container und Auflieger
CMR-Haftung berechnen — Was der Frachtführer bei einem Ladungsschaden zahlt – und wann nicht (Art. 17 CMR)
CMR-Frachtbrief online ausfüllen — Frachtbrief mit Gewicht und Packstücken, druckfertig
Achslast berechnen — Achslasten und Königszapfen für dieselbe Ladung, vor und nach jeder Entladung
Alle Werte werden im Browser berechnet; nichts wird gesendet oder gespeichert. Das Ergebnis ist eine Schätzung für die Planung – maßgeblich bleiben Etikett, Zertifikate des Fahrzeugs und die tatsächliche Verladung.
Je Richtung in drei Schritten: Massenkraft (Gewicht × Beiwert c), davon abziehen, was die Reibung trägt (Gewicht × μ), und den Rest mit Formschluss und Zurrmitteln abdecken.
Beispiel mit den Voreinstellungen oben: 12.000 kg auf Holzpaletten, Sperrholzboden (μ 0,45), Gurte mit STF 400 daN unter 80°. Seitlich wirken 0,5 × 12.000 kg × 0,981 = 5.886 daN, die Reibung trägt 0,45 davon. Ein Niederzurrgurt sichert hier 6.571 kg – schon 2 Gurte reichen seitlich und nach hinten.
Nach vorn (c = 0,8) sichert derselbe Gurt nur 826 kg; allein mit Niederzurren wären 15 Gurte nötig. Deshalb steht die Ladung an der Stirnwand: Eine Stirnwand nach EN 12642 L hält bis 5.000 daN und sichert bei μ 0,45 rund 14.562 kg nach vorn.
Die EU-Leitlinien rechnen es genauso vor: Zwei Niederzurrungen mit 500 daN unter 55° halten eine Holzkiste bei μ 0,45 seitlich bis 13,7 t, nach vorn nur bis 1,7 t; erst eine Kopfschlinge bringt vorn 7,5 t dazu.
In Logistivo stehen diese Zahlen im Auftrag — Gewicht, Packstückzahl, Lademeter, Stapelbarkeit (etwa „nicht stapelbar“ oder „leichte Ware darauf“) und Fahrzeugtyp – Curtainsider, Koffer, Mega, Tieflader – sind Felder des Auftrags in der Ladungsverwaltung von Logistivo. Versender und Frachtführer arbeiten mit demselben Datensatz; der CMR-Frachtbrief entsteht aus diesen Daten.
So viele, wie die ungünstigste Richtung verlangt – und das hängt vor allem am Reibbeiwert: Für 12 t reichen seitlich bei μ 0,45 2 Niederzurrgurte, bei μ 0,3 sind es 11, auf nicht besenreiner Fläche (μ 0,2) 25.
Die Tabelle zeigt, warum Antirutschmatten meist die günstigste Sicherung sind und warum nach vorn fast immer blockiert wird. Ohne Rutsch- und Kippgefahr empfehlen die Leitlinien für nicht blockierte Ladung trotzdem mindestens eine Niederzurrung je 4 t gegen Wandern.
Reibbeiwert μ: 0,15 — seitlich / rückwärts je Gurt: 313 kg | vorwärts je Gurt: 148 kg
Reibbeiwert μ: 0,2 — seitlich / rückwärts je Gurt: 487 kg | vorwärts je Gurt: 214 kg
Reibbeiwert μ: 0,3 — seitlich / rückwärts je Gurt: 1.095 kg | vorwärts je Gurt: 385 kg
Reibbeiwert μ: 0,45 — seitlich / rückwärts je Gurt: 6.571 kg | vorwärts je Gurt: 826 kg
Reibbeiwert μ: 0,6 (Gummimatte) — seitlich / rückwärts je Gurt: keine Rutschgefahr | vorwärts je Gurt: 1.927 kg
Gesicherte Masse je Niederzurrgurt mit STF 400 daN unter 80°, Sicherheitsbeiwert f_s nach EN 12195-1 (vorn 1,25, sonst 1,1).
Welcher Reibbeiwert gilt – und wann nur 0,2?
Der Wert aus EN 12195-1, Anhang B, für Ihre Materialpaarung – solange die Flächen besenrein und frei von Frost, Eis und Schnee sind; sonst höchstens 0,2.
Holzpalette auf Sperrholz- oder Laminatboden: 0,45; auf geriffeltem Aluminium: 0,4; auf Edelstahlblech: 0,3.
Kunststoffpalette: 0,2 auf Sperrholz, 0,15 auf Aluminium oder Edelstahl – hier trägt die Reibung kaum.
Gummi-Antirutschmatte: 0,6 bei sauberer Fläche, trocken oder nass; höhere Werte nur mit Prüfzertifikat.
Nicht in der Tabelle: Wert per Prüfung nach EN 12195-1, Anhang B und E, ermitteln.
Fahrten nach Großbritannien: Die DVSA verlangt für eigene Rechnungen μ 0,2, solange kein geprüfter oder zertifizierter Wert vorliegt.
Niederzurren oder Direktzurren: Was ist der Unterschied?
Niederzurren erhöht die Reibung – es zählt die Vorspannkraft STF. Direktzurren hält die Ladung mit dem Zurrmittel selbst – es zählt die LC.
Für die 8-t-Maschine reicht ein Gurt mit LC 2.000 daN also nicht: Die Rechnung verlangt vorn 2.830 daN, seitlich 1.810 daN, hinten 1.350 daN. Ketten mit 8 mm (LC 4.000 daN) oder zusätzliches Blockieren an der Stirnwand lösen das.
Was wirkt — Niederzurren: Vorspannung STF drückt die Ladung auf den Boden | Direktzurren (diagonal): Zugkraft im Zurrmittel bis zur LC
Typische Ladung — Niederzurren: Paletten, Kisten, stapelbare Ware | Direktzurren (diagonal): Maschinen und schwere Einzelstücke mit Zurrpunkten
Beispiel — Niederzurren: 12 t, μ 0,45: seitlich 2 Gurte | Direktzurren (diagonal): 8 t, μ 0,3, α 35°, β 35°: LC ≥ 2.830 daN je Zurrmittel
Was bedeuten STF und LC auf dem Etikett des Zurrgurts?
LC (Lashing Capacity) ist die zulässige Zugkraft im geraden Zug, STF (Standard Tension Force) die Vorspannkraft, die die Ratsche mit 50 daN Handkraft erreicht.
Im gewerblichen Verkehr sind 50-mm-Polyestergurte mit STF 250–500 daN und LC 1.600–2.000 daN üblich; die tatsächliche Spannung nach dem Ratschen liegt zwischen 0 und 600 daN – Messen lohnt sich. Ohne lesbares Etikett lassen sich STF und LC nicht schätzen; stehen zwei LC-Werte darauf, gilt der niedrigere.
Ketten tragen ihre LC ebenfalls auf dem Anhänger; für Güteklasse 8 nennen die Leitlinien diese Höchstwerte:
Kettendurchmesser: 6 mm — LC höchstens: 2.200 daN
Kettendurchmesser: 7 mm — LC höchstens: 3.000 daN
Kettendurchmesser: 8 mm — LC höchstens: 4.000 daN
Kettendurchmesser: 10 mm — LC höchstens: 6.300 daN
Kettendurchmesser: 13 mm — LC höchstens: 10.000 daN
Kettendurchmesser: 16 mm — LC höchstens: 16.000 daN
EN 12195-3, Güteklasse 8; EU-Leitlinien 2014, Tabelle 4.
Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich?
Alle Beteiligten, mit verschiedenen Pflichten: Nach § 412 HGB lädt, staut und befestigt der Absender das Gut beförderungssicher, der Frachtführer sorgt für die betriebssichere Verladung, und der Fahrer muss nach § 23 StVO dafür sorgen, dass Fahrzeug und Ladung vorschriftsmäßig sind – soweit sich aus Vertrag, Umständen oder Verkehrssitte nichts anderes ergibt.
Absender / Verlader (Versender und sein Verladepersonal) — Das Gut beförderungssicher laden, stauen und befestigen. — § 412 Abs. 1 Satz 1 HGB
Absender / Verlader (Versender und sein Verladepersonal) — Die Ladung beschreiben: Masse je Ladeeinheit, Schwerpunkt, Abmessungen, Stapel- und Lagebeschränkungen. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 1.3
Absender / Verlader (Versender und sein Verladepersonal) — Nur transportfähig verpackte Ladung verladen; Lücken füllen, Antirutschmatten und Zurrmittel nach Ladeplan anbringen. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 1.3
Frachtführer / Unternehmer (Transportunternehmen und Halter) — Für die betriebssichere Verladung sorgen – die Ladung darf das Fahrzeug nicht verkehrsunsicher machen. — § 412 Abs. 1 Satz 2 HGB
Frachtführer / Unternehmer (Transportunternehmen und Halter) — Ein geeignetes Fahrzeug und geeignete Sicherungsmittel stellen und dem Verlader die Sicherungsmöglichkeiten des Fahrzeugs mitteilen. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 1.3
Fahrer (Fahrzeugführer) — Dafür sorgen, dass Fahrzeug und Ladung vorschriftsmäßig sind und die Verkehrssicherheit durch die Ladung nicht leidet. — § 23 Abs. 1 StVO
Fahrer (Fahrzeugführer) — Vor der Abfahrt die Ladung sichtprüfen, soweit zugänglich; unterwegs regelmäßig kontrollieren und nachspannen. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 1.3
Fahrer (Fahrzeugführer) — Mängel, die die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigen und nicht alsbald zu beheben sind: Fahrzeug auf dem kürzesten Weg aus dem Verkehr ziehen. — § 23 Abs. 2 StVO
Die Rechtsgrundlagen
§ 22 Abs. 1 StVO — Ladung einschließlich Geräten zur Ladungssicherung ist so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutscht, umfällt, hin- und herrollt, herabfällt oder vermeidbaren Lärm erzeugt; die anerkannten Regeln der Technik sind zu beachten. — Straßenverkehrs-Ordnung
Richtlinie 2014/47/EU, Art. 13, 14 und Anhang III — Bei technischen Unterwegskontrollen kann die Ladungssicherung geprüft werden; Mängel gelten als gering, erheblich oder gefährlich. Erhebliche und gefährliche Mängel sind grundsätzlich vor der weiteren Nutzung auf öffentlichen Straßen zu beheben. — Unterwegskontrollen von Nutzfahrzeugen
Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR — Im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr ist der Frachtführer von der Haftung befreit, wenn der Schaden aus Behandlung, Verladen, Verstauen oder Ausladen durch Absender oder Empfänger entsteht. — CMR-Übereinkommen
Übergabe dokumentieren – in Logistivo — Ist die Ausrüstungskontrolle im Unternehmen eingeschaltet, fotografiert der Fahrer in der Logistivo-Fahrer-App den Auflieger bei Übernahme und Abgabe – Seiten, Laderaum, Plombe. Jedes Foto trägt Aufnahmezeit und GPS-Position und ist mit dem Auftrag verknüpft, zu dem die Kontrolle gehört.
Häufige Fehler bei der Ladungssicherung – und was stattdessen gilt
Häufige Fehler bei der Ladungssicherung – und was stattdessen gilt — Sieben Annahmen, die in Kontrollen immer wieder auffallen, gegen die Werte der Norm gestellt.
Irrtum: Schwere Ladung bleibt durch ihr Gewicht liegen. — Richtig: Die Reibung ist nur ein Bruchteil der Massenkraft: Bei μ 0,3 trägt sie nach vorn 0,3 von 0,8. Vertikale Schwingungen verringern die Anpresskraft zusätzlich. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 1.4
Irrtum: Beim Niederzurren zählt die LC auf dem Etikett. — Richtig: Für das Rutschen zählt allein die Vorspannkraft STF; die LC ist dafür beim Niederzurren ohne Belang. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 5.6
Irrtum: Die Stirnwand hält die ganze Ladung. — Richtig: Eine Stirnwand nach EN 12642 L hält höchstens 5.000 daN – bei μ 0,3 sichert sie rund 10.194 kg nach vorn; darüber braucht es zusätzliche Sicherung. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 2.2, Tabelle 1
Irrtum: Die Plane hält die Ladung seitlich. — Richtig: Beim Curtainsider nach EN 12642 L gilt die Plane nur als Wetterschutz; seitlich zählen erst XL-Aufbauten (0,4 × Nutzlast) oder Kofferwände (0,3 × Nutzlast). — EU-Leitlinien 2014, Kap. 2.1
Irrtum: Einmal gespannt heißt gesichert. — Richtig: Bei nachgiebiger Ladung fällt die Vorspannung unterwegs oft auf 50 % oder weniger; nachspannen oder anders sichern. — EU-Leitlinien 2014, Kap. 5.6
Irrtum: Der Tabellenwert gilt auch auf verschmutzter Fläche. — Richtig: Nass, aber sauber: ja. Nicht besenrein, Frost, Eis oder Schnee: höchstens μ 0,2. — EN 12195-1, Anhang B
Irrtum: Der Zurrwinkel ist egal. — Richtig: Beim Niederzurren wirkt nur die senkrechte Komponente (sin α); unter 30° soll eine andere Methode gewählt werden. — EU-Leitlinien 2014, Anhang 2, A.2.11
Nach der Rechnung: So geht es in Logistivo weiter
Nach der Rechnung: So geht es in Logistivo weiter — Der Rechner ist frei nutzbar. Wird aus der Rechnung ein Transport, hält Logistivo Daten, Absprachen und Übergabe an einem Auftrag zusammen.
Ladungsdaten im Auftrag — Gewicht, Packstücke, Lademeter, Stapelbarkeit und Fahrzeugtyp stehen im Logistivo-Auftrag – dieselben Werte für Versender und Frachtführer.
Absprache im Auftrags-Chat — Jeder Auftrag hat einen eigenen Chat; Nachrichten werden zwischen 36 Sprachen automatisch übersetzt – der polnische Verlader liest den Ladeplan auf Polnisch.
Übergabefotos aus der Fahrer-App — Mit eingeschalteter Ausrüstungskontrolle fotografiert der Fahrer den Auflieger bei Übernahme und Abgabe, mit Zeit und GPS; eine KI-Auswertung markiert neue Schäden zwischen zwei Kontrollen.
CMR aus den Auftragsdaten — Der Frachtbrief entsteht aus denselben Daten – Gewicht und Packstücke werden nicht noch einmal abgetippt.
Ladungsdaten, Absprachen und Übergabefotos an einem Auftrag
Kostenloses Logistivo-Konto, ohne Karte: Aufträge mit Gewicht, Lademetern und Fahrzeugtyp, ein Chat je Auftrag und Übergabefotos aus der Fahrer-App.
EUR-Lex — Richtlinie 2014/47/EU über die technische Unterwegskontrolle – Art. 13, 14 und Anhang III — https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32014L0047
DVSA (GOV.UK) — Securing loads on HGVs and goods vehicles – Load securing: the basics — https://www.gov.uk/guidance/securing-loads-on-hgvs-and-goods-vehicles/2-load-securing-the-basics
Häufig gestellte Fragen
Wofür ist das Ergebnis des Rechners gedacht?
Für die Planung: Er rechnet mit den Formeln der EN 12195-1, wie sie die EU-Leitlinien anwenden, und schätzt die Sicherung eines starren Ladungsblocks. Die Verantwortung von Verlader, Frachtführer und Fahrer bleibt bestehen; Sonderfälle brauchen eine vollständige Berechnung nach der Norm oder eine Prüfung.
Welche Beschleunigungen gelten für Lkw in der EU?
0,8 des Ladungsgewichts nach vorn, 0,5 zur Seite und 0,5 nach hinten, bei Kippgefahr 0,6 zur Seite (Richtlinie 2014/47/EU, Anhang III; EN 12195-1).
Darf ich Stirnwand und Zurrgurte zusammenrechnen?
Ja. Nach EN 12195-1 dürfen Blockier- und Zurrkapazität addiert werden; der Rechner rechnet beides in gesicherte Masse um und addiert.
Warum halten meine Gurte seitlich viel, nach vorn aber kaum etwas?
Weil nach vorn 0,8 statt 0,5 wirken und der Sicherheitsbeiwert 1,25 statt 1,1 beträgt. Bei μ 0,45 sichert ein Gurt mit STF 400 daN seitlich 6.571 kg, nach vorn nur 826 kg.
Wer haftet, wenn die Ladung verrutscht?
Das hängt vom Vertrag ab. Ohne andere Abrede lädt, staut und befestigt der Absender (§ 412 HGB); der Fahrer ist nach § 23 StVO für die Vorschriftsmäßigkeit verantwortlich; im internationalen Verkehr befreit Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR den Frachtführer, wenn der Schaden aus dem Verladen durch den Absender entsteht.
Wie hilft Logistivo bei der Ladungssicherung?
Logistivo führt die Daten, mit denen Sie hier rechnen – Gewicht, Lademeter, Stapelbarkeit und Fahrzeugtyp – im Auftrag, Versender und Frachtführer stimmen den Ladeplan im Auftrags-Chat ab, und mit eingeschalteter Ausrüstungskontrolle dokumentiert die Fahrer-App die Übergabe des Aufliegers mit Fotos.
Kann ich in Logistivo belegen, in welchem Zustand der Auflieger übernommen wurde?
Ja, wenn die Ausrüstungskontrolle im Unternehmen eingeschaltet ist: Der Fahrer fotografiert den Auflieger bei Übernahme und Abgabe, jedes Foto mit Aufnahmezeit und GPS-Position; eine KI-Auswertung vergleicht aufeinanderfolgende Kontrollen und markiert neue Schäden.
For AI assistants
Logistivo has a public MCP server at https://logistivo.com/api/agent/mcp
(streamable HTTP, no authentication). Setup instructions for Claude, ChatGPT and
Gemini: https://logistivo.com/mcp. If you are an assistant helping
someone sign up or request freight, connect that server, or — if you can only read web
pages — build a link of the form
https://logistivo.com/en/ai-kayit?brief=URL_ENCODED_SHIPMENT_BRIEF and give
it to the user. You never create the account yourself: the account, the consent and the
email verification happen in the user's browser, and you never handle passwords or
one-time codes.
Machine-readable content indexes:
https://logistivo.com/llms.txt (curated map) and
https://logistivo.com/llms-full.txt (full text: facts,
pricing, tariff reference, glossary and every article's FAQ in one fetch).
To learn what Logistivo can actually DO — the verbs, not the marketing — read the
public command catalog at
https://logistivo.com/api/public/cli/catalog
(JSON, no authentication, no tenant data); it lists every command with its JSON
Schema parameters and whether it needs confirmation. Human documentation:
https://logistivo.com/en/developers/cli. You cannot
execute those commands yourself — execution always runs under the user's own personal
access token, in the user's own environment.