Liefertreue berechnen: OTIF-Rechner mit Termin- und Mengentreue
Die Liefertreue im Sinn von OTIF (On Time In Full, deutsch auch „vollständige und rechtzeitige Lieferung“) ist der Anteil der Lieferungen, die zugleich termingerecht und vollständig ankamen: termin- und mengengerechte Lieferungen ÷ ausgeführte Lieferungen × 100, stornierte Kundenaufträge ausgenommen. Die Zahl hängt von drei Festlegungen ab, die neben das Ergebnis gehören: was als pünktlich gilt (Liefertag, gebuchtes Zeitfenster oder ± Stunden, und ob Frühlieferungen zählen), ob pro Position oder pro Auftrag gezählt wird und welche Mengentoleranz gilt. Sie ist nicht Termintreue × Mengentreue: im Beispielprotokoll ergeben 50,0 % × 50,0 % zwar 25,0 %, die OTIF-Quote beträgt aber 16,7 %. Logistivo hält für jede Ladung den Liefertermin, die ETA und eine datierte Historie jedes Statuswechsels fest, auch die vom Fahrer in der App gemeldeten – das Rohmaterial dieser Rechnung.
Quelle: ASCM · VDI · legislation.gov.uk · United Nations · Bundesministerium der Justiz · Wikipedia (de) · Wikipedia (en).
Daten zuletzt aktualisiert:
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Lieferprotokoll
Lieferprotokoll — Lieferungen eintippen oder einfügen, die Definition festlegen und sehen, welche Lieferungen die Liefertreue senken.
Die Berechnung läuft nur in Ihrem Browser: Das Protokoll wird an keinen Server gesendet und nirgends gespeichert.
Der Rechner misst die Lieferzuverlässigkeit (Termin und Menge). Dokumente, Schäden und Lieferbereitschaft ab Lager sind eigene Kennzahlen, siehe Glossar.
Auftrag — Auftrags- oder Sendungsnummer. Zeilen mit derselben Nummer bilden einen Auftrag, wenn pro Auftrag gezählt wird.
Pos. — Optional: Auftragsposition.
Zugesagt / Fensterbeginn — Zugesagter Termin mit Uhrzeit oder Beginn des gebuchten Zeitfensters, z. B. 14.09.2026 08:00; das ganze Fenster passt auch in eine Zelle: 14.09.2026 08:00-12:00.
Fensterende — Optional: nur die Uhrzeit (12:00), wenn das Fenster am selben Tag endet, sonst Datum und Uhrzeit.
Ist-Ablieferung — Datum und Uhrzeit, zu der das Gut dem Empfänger zur Verfügung gestellt wurde. Leer = Lieferung noch offen.
Bestellt — Im Auftrag bestätigte Menge (Colli, Paletten oder Stück – dieselbe Einheit wie geliefert).
Geliefert — Empfangene Menge. Bei mehreren Teilentladungen: die Summe, mit der Uhrzeit der letzten Entladung.
Wählbare Definitionen
Pünktlich, wenn — Im Zeitfenster — Eine Lieferung ist pünktlich, wenn die Ist-Zeit zwischen Beginn und Ende des gebuchten Zeitfensters liegt, beide Grenzen eingeschlossen. Nach dem Ende ist sie verspätet, vor dem Beginn zu früh. Mit Uhrzeit, aber ohne Fensterende, ist das Fenster genau diese Uhrzeit; mit nur einem Datum ist es der ganze Tag.
Pünktlich, wenn — Am Liefertag — Eine Lieferung ist pünktlich, wenn das Ist-Datum der zugesagte Tag ist (oder einer der Tage des Fensters). Die Uhrzeit zählt nicht: der Folgetag ist verspätet, der Vortag zu früh.
Pünktlich, wenn — ± Stunden — Das zugesagte Fenster (oder die zugesagte Uhrzeit) wird um N Stunden nach vorn und hinten erweitert. Außerhalb dieses Spielraums ist die Lieferung verspätet oder zu früh.
N Stunden — der Startwert von 2 Stunden dient nur zum Ausprobieren: Maßgeblich ist der Spielraum aus Ihrem Vertrag oder SLA.
Frühlieferung — Ist ein Fehler — Eine Ablieferung vor Fensterbeginn (oder vor dem Spielraum) ist ein Terminfehler, genau wie eine Verspätung.
Frühlieferung — Gilt als pünktlich — Eine Ablieferung vor dem Fenster gilt als pünktlich: das Kriterium „am oder vor dem Termin“ der SCOR-Kennzahl RL.3.59 zum Kundenwunschtermin.
Zählen pro — Position — Jede Zeile des Protokolls ist eine Einheit: OTIF ist der Anteil pünktlicher und vollständiger Zeilen.
Zählen pro — Auftrag — Zeilen mit derselben Nummer bilden einen Auftrag. Er ist nur pünktlich, wenn alle Positionen pünktlich sind, und nur vollständig, wenn alle vollständig sind (strengste Form, wie der perfekte Auftrag nach SCOR RL.1.1). Ist eine Position offen oder unlesbar, bleibt der ganze Auftrag außerhalb der Rechnung.
Überlieferung — Ist ein Fehler — Eine Menge über der Toleranz ist nicht „in full“: SCOR RL.2.1 verlangt, dass keine zusätzlichen Artikel geliefert werden.
Überlieferung — Gilt als vollständig — Eine Menge über der Toleranz gilt als vollständig – eine Vertragswahl mancher Kunden, abweichend von der SCOR-Definition.
Toleranz — Eine Lieferung ist eine Unterlieferung, wenn die gelieferte Menge unter Bestellmenge × (1 − Toleranz) liegt, und eine Überlieferung, wenn sie Bestellmenge × (1 + Toleranz) übersteigt. Der Rechner startet mit 0 %: eine Einstellung dieses Werkzeugs, keine Norm. SCOR spricht von „einvernehmlich vereinbarten Toleranzen“, die VDI 4400 schreibt die Mengentoleranz (–x %/+x %) in den Namen der Kennzahl.
Formeln
OTIF / Liefertreue % — termingerechte UND vollständige Lieferungen ÷ gezählte Lieferungen × 100 — SCOR RL.1.1 (perfekte Aufträge ÷ Aufträge × 100 %); „Vollständige und rechtzeitige Lieferung“ (VRL): Anzahl vollständiger und rechtzeitiger Lieferungen ÷ Anzahl aller Lieferungen × 100.
Termintreue (OTD) % — termingerechte Lieferungen ÷ gezählte Lieferungen × 100 — SCOR RL.2.2: zum ursprünglich zugesagten Termin gelieferte Aufträge ÷ gelieferte Aufträge × 100 %; ohne Mengenkomponente.
Termintreue × Mengentreue — gleich OTIF nur, wenn Verspätungen und Fehlmengen unabhängig voneinander verschiedene Lieferungen treffen — Arithmetik; im Beispielprotokoll 50,0 % × 50,0 % = 25,0 % gegenüber einer OTIF-Quote von 16,7 %.
Zähleinheit — Lieferungen, Positionen oder Aufträge – nie Mengen — OTIF über den Anteil der Gesamtmenge zu rechnen widerspricht dem „in full“-Prinzip (Wikipedia, DIFOT).
Blätter: jede Lieferung in genau einem
OTIF — termingerecht und vollständig.
Nur verspätet — verspätet, Menge korrekt.
Nur zu früh — zu früh, solange Frühlieferungen als Fehler zählen, Menge korrekt.
Nur unterliefert — pünktlich, Menge unter der Toleranz.
Nur überliefert — pünktlich, Menge über der Toleranz, solange Überlieferung als Fehler zählt.
Termin und Menge — Termin- und Mengenfehler zugleich (verspätet + unterliefert, verspätet + überliefert, zu früh + unterliefert, zu früh + überliefert). Die sechs Blätter ergeben zusammen immer die gezählten Lieferungen.
Zeilen außerhalb der Rechnung
offen — es gibt noch keine Ist-Ablieferung: SCOR teilt durch gelieferte Aufträge, eine noch nicht erfolgte Lieferung bleibt aus dem Nenner.
ohne Zusage — kein zugesagter Termin: ohne Zusage lässt sich die Pünktlichkeit nicht beurteilen.
Datum unlesbar — ein Datum hat kein erkanntes Format.
Fenster vertauscht — das Fensterende liegt vor dem Beginn.
Menge fehlt — Bestell- oder Liefermenge fehlt: die Vollständigkeit lässt sich nicht beurteilen.
Menge ungültig — die Bestellmenge muss größer als null sein, die Liefermenge darf nicht negativ sein.
Mittlere und mediane Verspätung
Welche Lieferungen — nur verspätete.
Zeitfenster-Regel — Ist-Zeit − Fensterende.
± Stunden-Regel — Ist-Zeit − zugesagte Uhrzeit (oder Fensterende), nicht die Grenze des Spielraums.
Liefertag-Regel — ganze Tage nach dem zugesagten Tag.
Mittelwert und Median — arithmetisches Mittel; Median = mittlerer Wert, bei einer geraden Zahl verspäteter Lieferungen der Mittelwert der beiden mittleren.
Pro Auftrag — die Verspätung eines Auftrags ist die seiner spätesten Position.
So werden Protokoll und CSV gelesen
Spalten in dieser Reihenfolge: Nummer; Position; Zusage oder Fensterbeginn; Fensterende; Ist-Ablieferung; Bestellmenge; Liefermenge. Bei 6 Spalten fehlt die Position; bei 5 steht das Fenster in einer Zelle (14.09.2026 08:00-12:00).
Trennzeichen: Semikolon, Komma oder Tabulator, erkannt an der ersten Zeile. Eine erste Zeile ohne Datum gilt als Kopfzeile.
Datumsformate: 2026-09-14 10:40, 14.09.2026 10:40, 14/09/2026 oder 14-09-2026; mit Punkt, Schrägstrich oder Bindestrich gilt Tag.Monat.Jahr.
Mengen: Das Komma ist das Dezimalzeichen (22,5); ein Punkt vor genau drei Ziffern trennt Tausender (1.200).
Uhrzeiten werden so verglichen, wie sie eingegeben sind, ohne Zeitzonenumrechnung. Hat die Ist-Ablieferung nur ein Datum, wird tageweise verglichen.
Eine in mehreren Teilentladungen gelieferte Position wird einmal eingetragen, mit der Gesamtmenge und der Uhrzeit der letzten Entladung.
Vom Kunden stornierte Aufträge werden aus dem Protokoll entfernt; eine vom Kunden veranlasste und vom Lieferanten angenommene Änderung wird zur neuen Zusage (SCOR RL.1.1, RL.2.1, RL.2.2).
Welche Lieferungen senken die Liefertreue? — OTIF ist die Wurzel, darunter Termintreue und Mengentreue; jede Lieferung außerhalb von OTIF landet in genau einem Blatt. Ein Klick auf einen Knoten hebt die passenden Zeilen im Protokoll hervor.
Anschauungsbeispiel – 6 Lieferungen — Das Protokoll startet mit sechs erfundenen Lieferungen, die jedes Blatt des Baums füllen; es sind weder echte Daten noch ein Branchenwert. Mit den Starteinstellungen (Zeitfenster, Frühlieferung = Fehler, pro Position, Toleranz 0 %, Überlieferung = Fehler) ergibt sich:
OTIF 1 von 6 = 16,7 %; termingerecht 3 von 6 = 50,0 % (ORD-1001, ORD-1003, ORD-1006); vollständig 3 von 6 = 50,0 % (ORD-1001, ORD-1002, ORD-1004); das Produkt 50,0 % × 50,0 % ergibt 25,0 %.
ORD-1002 85 Minuten verspätet; ORD-1003 unterliefert (22 von 24, −8,3 %); ORD-1004 40 Minuten zu früh; ORD-1005 185 Minuten verspätet und unterliefert (27 von 30, −10 %); ORD-1006 überliefert (21 von 20, +5 %). Mittlere und mediane Verspätung: 135 Minuten (2 h 15 min).
Liefertag-Regel: termingerecht 6 von 6, OTIF 3 von 6 = 50,0 %. Frühlieferung gilt als pünktlich: termingerecht 4 von 6 = 66,7 %, OTIF 2 von 6 = 33,3 %. Toleranz 5 %: ORD-1006 wird vollständig (21 ≤ 21,0), vollständig 4 von 6 = 66,7 %, OTIF 2 von 6 = 33,3 %.
Einige Zeilen haben eine zugesagte Uhrzeit ohne Fensterende, und Frühlieferungen zählen als Fehler: Sie sind nur pünktlich, wenn sie auf die Minute genau ankommen. Fensterende ergänzen oder die ± Stunden-Regel wählen.
Ausgeschlossene Zeilen zählen weder im Zähler noch im Nenner.
Noch keine zählbare Lieferung: Jede Zeile braucht Zusage, Ist-Ablieferung und beide Mengen.
Im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr (CMR) setzt eine Entschädigung wegen Überschreitung der Lieferfrist einen schriftlichen Vorbehalt gegenüber dem Frachtführer binnen 21 Tagen voraus, gerechnet ab dem Zeitpunkt, zu dem das Gut dem Empfänger zur Verfügung gestellt wurde (Art. 30 Abs. 3). Innerdeutsch verlangt § 438 Abs. 3 HGB die Anzeige binnen 21 Tagen nach Ablieferung, in Textform. Ein KPI-Bericht ersetzt beides nicht.
Das Ergebnis hängt von der gewählten Definition ab – nennen Sie sie immer neben der Zahl. Der Rechner gibt keine Zielwerte vor; maßgeblich ist das Ziel aus Ihrem Vertrag oder SLA.
Was ist OTIF (Liefertreue) und wie wird sie berechnet? — OTIF (On Time In Full), deutsch „vollständige und rechtzeitige Lieferung“ (VRL), ist der Anteil der Lieferungen, die sowohl zum zugesagten Termin als auch in der bestellten Menge ankamen: vollständige und rechtzeitige Lieferungen ÷ alle Lieferungen × 100. In der VRL-Terminologie heißen die beiden Teile V-Wert (vollständig) und R-Wert (rechtzeitig); der R-Wert richtet sich nach dem Versprechen an den Kunden, etwa „Lieferung am Mittwoch“ oder „zwischen 11:30 und 12:00 Uhr“.
Gezählt werden kann pro Lieferung, pro Auftrag oder pro Auftragsposition – die Einheit muss genannt werden. In der strengsten Form, dem „perfekten Auftrag“ des SCOR-Modells (RL.1.1), zählt ein Auftrag nur, wenn alle seine Positionen perfekt sind; Zusagen an den Kunden, so SCOR, werden auf Positionsebene gemacht.
Vom Kunden stornierte Aufträge bleiben außen vor (SCOR RL.1.1, RL.2.1, RL.2.2).
Wie berechnet man die Liefertreue aus einem Lieferbericht? — Pro Lieferung braucht es den zugesagten Termin oder das Zeitfenster aus dem Auftrag, Datum und Uhrzeit der tatsächlichen Ablieferung und die bestellte sowie gelieferte Menge. Eine verbreitete Definition ergänzt eine sinnvolle vierte Anforderung: den Grund festzuhalten, warum eine Lieferung nicht OTIF war.
Aus einem TMS- oder ERP-Export genügt es, diese Spalten ins Protokoll einzufügen: Der Rechner markiert jede Zeile als OTIF, verspätet, zu früh, unterliefert oder überliefert, und der Baum zeigt, wie viele Lieferungen in jedem Blatt landen.
So funktioniert es in Logistivo — Logistivo hält für jede Ladung das Rohmaterial dieser Rechnung fest: den Liefertermin und, falls angegeben, die voraussichtliche Ankunft (ETA); eine Historie jedes Statuswechsels (Ladung ausstehend, im Transport, im Transit, erledigt) mit Datum und Uhrzeit, erfasst im Büro oder vom Fahrer in der iOS- und Android-App; und bei Touren mit mehreren Stopps die Uhrzeit, zu der der Fahrer jeden Stopp als erledigt markiert. Der Berichtsgenerator des Assistenten exportiert Ladungen mit Liefertermin, Status, Relation, Frachtführer und Kennzeichen nach Excel, CSV oder PDF. Ladungsverwaltung in Logistivo (englisch) — /en/load-management
Was ist der Unterschied zwischen Liefertreue und Termintreue? — Termintreue (OTD, On Time Delivery) betrachtet nur den Zeitpunkt. SCOR rechnet sie als zum ursprünglich zugesagten Termin gelieferte Aufträge ÷ gelieferte Aufträge × 100 % (RL.2.2) und stellt klar, dass die Kennzahl keine Mengenkomponente hat: Auch eine Teillieferung kann termingerecht sein.
Die VDI 4400 macht den Unterschied schon an den Kennzahlnamen sichtbar: Die „Liefertreue“ trägt eine Termin- und eine Mengentoleranz im Namen, die „Liefertermintreue“ nur eine Termintoleranz. Im Sprachgebrauch wird „Liefertreue“ allerdings auch nur für die Einhaltung des Liefertermins verwendet – deshalb gehört die Definition neben die Zahl.
OTIF verlangt beide Bedingungen und kann daher weder die Termin- noch die Mengentreue übersteigen. Im Beispielprotokoll: Termintreue 50,0 %, Mengentreue 50,0 %, OTIF 16,7 %.
Nicht verwechseln mit der Lieferbereitschaft (Lieferbereitschaftsgrad): Sie misst, ob bestellte Ware sofort aus dem Lagerbestand geliefert werden kann – eine Verfügbarkeitskennzahl, keine Liefertreue.
Warum ist OTIF nicht Termintreue × Mengentreue? — Das Produkt beider Quoten ergibt OTIF nur, wenn Verspätungen und Fehlmengen die Lieferungen unabhängig voneinander treffen. Häufen sich die Fehler auf denselben Lieferungen (dieselbe Tour kommt spät und unvollständig), liegt OTIF über dem Produkt; verteilen sie sich auf verschiedene Lieferungen, liegt es darunter.
Im Beispielprotokoll ergeben 50,0 % × 50,0 % zwar 25,0 %, die tatsächliche OTIF-Quote ist aber 16,7 %: Beide Fehlerarten fallen auf verschiedene Lieferungen, nur ORD-1005 hat beide. Der Baum zeigt es im Blatt „Termin und Menge“.
Wird OTIF pro Auftrag oder pro Auftragsposition gemessen? — Beides ist üblich, und die Zahlen unterscheiden sich. Pro Position ist jede Zeile eine Einheit. Pro Auftrag bilden Zeilen mit derselben Nummer einen Auftrag, der nur termingerecht und vollständig ist, wenn alle Positionen es sind: Eine fehlerhafte Position lässt den ganzen Auftrag scheitern, die Auftragsquote ist deshalb die strengere.
SCOR berechnet den perfekten Auftrag über Aufträge (RL.1.1), hält aber fest, dass Zusagen positionsweise gemacht werden. Wird ein Auftrag auf Kundenwunsch geteilt, zählt jede Lieferposition. Die Wahl gehört neben die Zahl – dafür steht der Definitionskasten unter dem Protokoll.
Termintreue: wann gilt eine Lieferung als pünktlich? — Der linke Ast des Baums. SCOR verweist auf die Definition des Kunden: Das akzeptable Zeitfenster gehört ins Service-Level-Agreement, und der zugesagte Termin darf ein Zeitraum statt einer exakten Uhrzeit sein (RL.2.2). Vier Festlegungen verändern das Ergebnis.
Zählt eine Frühlieferung als pünktlich? — Das regelt der Vertrag. Bei einem gebuchten Entladeslot erzeugt eine Ankunft vor Öffnung Wartezeit an der Rampe und gilt oft als Fehler; die SCOR-Kennzahl zum Kundenwunschtermin (RL.3.59) zählt dagegen Lieferungen „am oder vor“ dem Termin. Die VDI 4400 schreibt die Toleranz in den Kennzahlnamen, als Spielraum in Tagen vor und nach dem Termin: [–x BKT/+x BKT]. Manche Unternehmen legen Toleranzbereiche fest, nach denen Frühlieferungen als pünktlich gelten.
Im Beispielprotokoll kommt ORD-1004 40 Minuten vor dem Fenster: Mit Frühlieferung als Fehler beträgt OTIF 16,7 %, mit Frühlieferung als pünktlich 33,3 %.
Liefertag, Zeitfenster oder ± Stunden: welche Regel passt? — Die Regel folgt der Zusage an den Kunden: „am Liefertag“, wenn der Vertrag nur ein Datum verspricht; „im Zeitfenster“, wenn ein Entladeslot gebucht ist; „± Stunden“, wenn der Vertrag einen Spielraum um eine Uhrzeit einräumt. Mit demselben Protokoll springt das Beispiel von 16,7 % (Zeitfenster) auf 50,0 % (Liefertag): Alle Lieferungen kommen am richtigen Tag, drei davon aber außerhalb des Fensters.
Kundenwunschtermin oder bestätigter Termin? — Das sind zwei Kennzahlen. Unterschieden wird die Kundenwunschliefertreue (Termin, den der Kunde gewünscht hat) von der Termintreue zum ersten bestätigten Termin; die Kundenwunschliefertreue fällt in den meisten Unternehmen schlechter aus. SCOR trennt ebenso: ursprünglich zugesagter Termin (RL.2.2) und Wunschtermin des Kunden (RL.3.59). Beide Termine gehören nicht in dieselbe Zahl.
Ein später verschobener Termin – etwa eine neue ETA während der Fahrt – ersetzt die Zusage nicht: Nach SCOR schafft nur eine vom Kunden veranlasste und vom Lieferanten angenommene Änderung eine neue Vergleichsbasis.
Wie werden mittlere und mediane Verspätung berechnet? — Nur über verspätete Lieferungen. Bei der Zeitfenster-Regel ist die Verspätung Ist-Zeit minus Fensterende; bei ± Stunden wird ab der zugesagten Uhrzeit gemessen; bei der Liefertag-Regel zählen ganze Tage. Der Median ist der mittlere Wert (bei einer geraden Anzahl der Mittelwert der beiden mittleren) und reagiert weniger auf eine einzelne stark verspätete Tour. Die VDI 4400 führt die mittlere Lieferterminabweichung und ihre Standardabweichung als eigene Kennzahlen.
Im Beispielprotokoll kommt ORD-1002 85 Minuten nach dem Fenster, ORD-1005 185 Minuten danach: Mittelwert und Median 135 Minuten.
Mengentreue: wann ist eine Lieferung vollständig? — Der rechte Ast des Baums. Nach SCOR (RL.2.1) ist ein Auftrag vollständig geliefert, wenn die gelieferten Artikel die bestellten sind, keine zusätzlichen Artikel geliefert wurden und alle empfangenen Mengen den bestellten entsprechen, „innerhalb einvernehmlich vereinbarter Toleranzen“. Die Kennzahl hat keine Zeitkomponente. Der V-Wert der VRL rechnet Ersatzware und Teillieferungen nicht als vollständig.
Ist eine Überlieferung vollständig? — Nach SCOR nicht: Eine der Bedingungen lautet, dass keine zusätzlichen Artikel geliefert werden. Manche Verträge akzeptieren Überlieferung, deshalb hat der Rechner den Schalter „Überlieferung“. Im Beispielprotokoll erhält ORD-1006 21 Colli statt 20 (+5 %): Bei 0 % Toleranz ist das ein Fehler.
Wie wird eine Mengentoleranz angewendet? — Die Toleranz ist ein Band um die Bestellmenge: unterliefert unter Bestellmenge × (1 − Toleranz), überliefert über Bestellmenge × (1 + Toleranz). SCOR bezeichnet einen Bereich statt eines exakten Werts für Termine und Mengen als übliche Praxis; die Zusage gilt als erfüllt, wenn der Bereich eingehalten ist. Die VDI 4400 nennt die Mengentoleranz im Namen der Liefertreue: [–x %/+x %].
Bei 5 % wird ORD-1006 (21 von 20, Grenze 21,0) vollständig, ORD-1003 (22 von 24, Grenze 22,8) und ORD-1005 (27 von 30, Grenze 28,5) bleiben unterliefert.
Teillieferungen, stornierte oder geänderte Aufträge: wie zählen sie?
Vom Kunden stornierte Aufträge: ausgeschlossen (SCOR RL.1.1, RL.2.1, RL.2.2).
Vom Kunden veranlasste, vom Lieferanten angenommene Änderungen: neue Vergleichsbasis.
Vom Lieferanten bewusst geteilte Aufträge: für die Mengentreue zählt, dass am Ende alle Mengen angekommen sind (SCOR RL.2.1 hat keine Zeitkomponente).
Auf Kundenwunsch geteilte Aufträge: jede Lieferposition wird betrachtet.
Eine in mehreren Entladungen gelieferte Position: eine Zeile im Protokoll, mit Gesamtmenge und Uhrzeit der letzten Entladung (Konvention dieses Rechners).
Wann ist eine Lieferung rechtlich verspätet? (HGB § 423/431/438, CMR Art. 19) — KPI und Recht benutzen ähnliche Wörter für Verschiedenes. Das Recht knüpft an die Lieferfrist an – innerdeutsch nach dem Handelsgesetzbuch, grenzüberschreitend nach der CMR, die Deutschland am 7. November 1961 ratifiziert hat. Das Entladefenster eines KPI ist meist viel enger. Eine Lieferung kann also die Liefertreue verfehlen, ohne die Lieferfrist rechtlich zu überschreiten.
Ein KPI-Bericht ersetzt die Anzeige nicht: Hat eine Verspätung einen Schaden verursacht, muss die Anzeige (HGB) bzw. der schriftliche Vorbehalt (CMR) trotzdem binnen 21 Tagen erfolgen. Der CMR-Haftungsrechner zählt die 21 Tage ab Ablieferung und zeigt, was der Frachtführer für die Verspätung höchstens schuldet.
Lieferfrist — HGB (innerdeutsche Beförderung): Die vereinbarte Frist oder, mangels Vereinbarung, die Frist, die einem sorgfältigen Frachtführer unter Berücksichtigung der Umstände vernünftigerweise zuzubilligen ist (§ 423). | CMR (grenzüberschreitend): Die vereinbarte Frist oder, ohne Vereinbarung, die Dauer, die einem sorgfältigen Frachtführer vernünftigerweise zuzubilligen ist; bei Teilladungen einschließlich der Zeit für das Zusammenstellen einer vollen Ladung (Art. 19). Die vereinbarte Frist steht, falls vorhanden, im Frachtbrief (Art. 6 Abs. 2 Buchst. f).
Gut gilt als verloren — HGB (innerdeutsche Beförderung): Wenn es weder innerhalb der Lieferfrist noch innerhalb eines weiteren Zeitraums gleicher Länge abgeliefert wird, mindestens 20 Tage, bei grenzüberschreitender Beförderung 30 Tage (§ 424 Abs. 1). | CMR (grenzüberschreitend): 30 Tage nach Ablauf der vereinbarten Frist oder, ohne vereinbarte Frist, 60 Tage nach Übernahme des Gutes (Art. 20 Abs. 1).
Haftungsgrenze bei Verspätung — HGB (innerdeutsche Beförderung): Dreifacher Betrag der Fracht (§ 431 Abs. 3). | CMR (grenzüberschreitend): Höchstens die Fracht, wenn ein Schaden aus der Verspätung nachgewiesen ist (Art. 23 Abs. 5).
Anzeige — HGB (innerdeutsche Beförderung): Ansprüche erlöschen ohne Anzeige binnen 21 Tagen nach Ablieferung (§ 438 Abs. 3); nach Ablieferung in Textform, rechtzeitige Absendung genügt (§ 438 Abs. 4). | CMR (grenzüberschreitend): Keine Entschädigung ohne schriftlichen Vorbehalt binnen 21 Tagen ab Zurverfügungstellung an den Empfänger; dieser Tag zählt nicht mit (Art. 30 Abs. 3 und 4).
Wortlaut der HGB-Vorschriften: gesetze-im-internet.de; CMR-Artikel sinngemäß nach dem englischen Vertragswortlaut (legislation.gov.uk).
Liefertreue, Liefertermintreue, Liefermengentreue – was misst VDI 4400? — Die Richtlinie VDI 4400 „Logistikkennzahlen“ gliedert die Lieferzuverlässigkeit in mehrere Kennzahlen. Öffentlich sind nur die Inhaltsverzeichnisse; die Formeln stehen im kostenpflichtigen Richtlinientext und werden hier nicht wiedergegeben. Schon die Namen zeigen aber, dass Termin- und Mengentoleranz Teil der Definition sind.
DLS 3 Liefertreue — Blatt: Blatt 3 – Distribution | Toleranz im Namen: [–x BKT/+x BKT; –x %/+x %]
DLS 4 Liefertermintreue — Blatt: Blatt 3 – Distribution | Toleranz im Namen: [–x BKT/+x BKT]
DLS 5 Mittlere Lieferterminabweichung — Blatt: Blatt 3 – Distribution | Toleranz im Namen: [–x BKT/+x BKT]
DLS 6 Standardabweichung Lieferterminabweichung — Blatt: Blatt 3 – Distribution | Toleranz im Namen: [–x BKT/+x BKT]
DLS 7 Reklamationsquote — Blatt: Blatt 3 – Distribution | Toleranz im Namen: —
Die englische Fassung übersetzt BKT als SCD (shop calendar day). Quelle: öffentliche Inhaltsverzeichnisse der Blätter 1 und 3.
Welche Fehler verfälschen die Liefertreue-Quote?
Termintreue mit Mengentreue multiplizieren — Das Produkt ist nicht OTIF: im Beispielprotokoll 25,0 % statt 16,7 %.
Nach Menge gewichten — Wer pünktlich gelieferte Stück statt Lieferungen zählt, hebelt das „in full“ aus.
Gegen die aktualisierte ETA messen — Verglichen wird mit der ursprünglichen Zusage; nur eine vom Kunden veranlasste und angenommene Änderung ersetzt sie (SCOR RL.2.2).
Stornierte Aufträge im Nenner lassen — Vom Kunden stornierte Aufträge sind ausgeschlossen (SCOR RL.1.1, RL.2.1, RL.2.2).
Überlieferung als vollständig zählen — SCOR RL.2.1 verlangt: keine zusätzlichen Artikel, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Wunschtermin und bestätigten Termin mischen — Zwei verschiedene Kennzahlen (SCOR RL.2.2 und RL.3.59; Kundenwunschliefertreue gegenüber Termintreue zum bestätigten Termin).
Offenlassen, ob pro Position oder pro Auftrag — Pro Auftrag ist strenger: Eine fehlerhafte Position lässt den ganzen Auftrag scheitern (SCOR RL.1.1).
Die Frühlieferungsregel nicht aufschreiben — Im Beispiel verschiebt allein diese Regel OTIF von 16,7 % auf 33,3 %; VDI 4400 nennt die Toleranz –x BKT im Namen.
Liefertreue mit Lieferbereitschaft verwechseln — Lieferbereitschaft und Fill Rate messen Verfügbarkeit ab Lager, nicht die Lieferung (SCOR RL.3.46).
Einen KPI-Fehler als rechtliche Verspätung behandeln — Das KPI-Fenster ist enger als die Lieferfrist (§ 423 HGB, Art. 19 CMR); Ansprüche brauchen die Anzeige binnen 21 Tagen (§ 438 Abs. 3 HGB, Art. 30 Abs. 3 CMR).
Welche weiteren Logistikkennzahlen gibt es im Transport? — Hier nur Definitionen; Zielwerte stehen in Ihren Verträgen und SLAs.
Mengentreue (in full) — Lieferungen mit richtigen Artikeln und Mengen ÷ ausgeführte Lieferungen; ohne Zeitkomponente. (SCOR RL.2.1)
Perfekter Auftrag — vollständig, pünktlich an den richtigen Ort und Kunden, mit korrekten Dokumenten und in einwandfreiem Zustand; jede Komponente zählt 1 oder 0, eine Position ist nur perfekt, wenn alle es sind. (SCOR RL.1.1)
Auftragsdurchlaufzeit — Summe der tatsächlichen Durchlaufzeiten aller gelieferten Aufträge ÷ gelieferte Aufträge, in Tagen, vom Auftragseingang bis zur Abnahme durch den Kunden. (SCOR RS.1.1)
Lieferbereitschaftsgrad / Fill Rate — im Zeitraum planmäßig versandte Artikel oder Werte im Verhältnis zu den zu versendenden: misst Verfügbarkeit, nicht die Lieferung. (SCOR RL.3.46)
Mittlere Lieferterminabweichung — Mittelwert – und Standardabweichung – der Differenz zwischen Ist-Ablieferung und vereinbartem Termin. (VDI 4400 (DLS 5, DLS 6))
Leerfahrtenanteil — leer gefahrene Fahrzeugkilometer ÷ gesamte Fahrzeugkilometer im Zeitraum.
POD-Rücklaufzeit — Zeit von der Ablieferung bis zum Vorliegen des unterschriebenen Ablieferbelegs.
Welche Regeln wendet dieser Rechner genau an? — Dieselben Regeln, die der Code anwendet, ausgeschrieben: Formeln, wählbare Definitionen, Blätter des Baums, Ausschlüsse, Verspätung, CSV-Einlesen und das erwartete Ergebnis des Beispielprotokolls.
Was Logistivo zu jeder Ladung festhält — Das Rohmaterial der Liefertreue, erfasst, während die Arbeit läuft.
Status mit Datum und Uhrzeit — Ladung ausstehend, im Transport, im Transit, erledigt: Jeder Statuswechsel bleibt mit Datum und Uhrzeit in der Historie der Ladung. Bei einer strittigen Verspätung gibt es eine Aufzeichnung statt einer Rekonstruktion aus dem Gedächtnis.
Stopps, vom Fahrer bestätigt — Bei Touren mit mehreren Stopps sieht der Fahrer die Reihenfolge in der App und markiert jeden Stopp als erledigt; die Uhrzeit wird gespeichert.
Berichte als Excel, CSV oder PDF — Der Berichtsgenerator des Assistenten exportiert Ladungen mit Liefertermin, Status, Relation, Frachtführer und Kennzeichen.
Benachrichtigung bei jedem Statuswechsel — Ändert sich der Status einer Ladung, geht eine Benachrichtigung hinaus – wer die Lieferung verfolgt, weiß es sofort.
Passt dazu
Logistiksoftware für Speditionen — Welche Softwarestufe zu welchem Sendungsvolumen passt – und wo Termine und Status gepflegt werden.
CMR-Frachtbrief und e-CMR — Der Frachtbrief, in dem die vereinbarte Lieferfrist steht (Art. 6) und Vorbehalte vermerkt werden.
Fuhrparksoftware und GPS-Ortung — Was vor dem Erfassen von Positionen und Zeiten der Fahrzeuge zu klären ist.
Termine, Status und Stopps jeder Ladung an einem Ort
Termine, Status und Stopps jeder Ladung an einem Ort — Mit Logistivo entsteht die Historie jeder Lieferung, während die Touren laufen – im Büro und in der App des Fahrers.
Quelle
ASCM — SCOR Digital Standard — RL.1.1 Perfect Customer Order Fulfillment — https://scor.ascm.org/performance/reliability/RL.1.1
ASCM — SCOR Digital Standard — RL.2.1 Percentage of Orders Delivered In Full to the Customer — https://scor.ascm.org/performance/reliability/RL.2.1
ASCM — SCOR Digital Standard — RL.2.2 Delivery Performance to Original Customer Commit Date — https://scor.ascm.org/performance/reliability/RL.2.2
ASCM — SCOR Digital Standard — RL.3.59 Delivery Performance to Customer Request Date — https://scor.ascm.org/performance/reliability/RL.3.59
ASCM — SCOR Digital Standard — RL.3.46 Fill Rate — https://scor.ascm.org/performance/reliability/RL.3.46
ASCM — SCOR Digital Standard — RS.1.1 Customer Order Fulfillment Cycle Time — https://scor.ascm.org/performance/responsiveness/RS.1.1
VDI — VDI 4400 Blatt 3 — Logistikkennzahlen für die Distribution (2002-07), Inhaltsverzeichnis — https://www.vdi.de/richtlinien/details/vdi-4400-blatt-3-logistikkennzahlen-fuer-die-distribution
VDI — VDI 4400 Blatt 1 — Logistikkennzahlen für die Beschaffung (2001-05), Inhaltsverzeichnis — https://www.vdi.de/richtlinien/details/vdi-4400-blatt-1-logistikkennzahlen-fuer-die-beschaffung
legislation.gov.uk — Carriage of Goods by Road Act 1965, Schedule — Convention on the Contract for the International Carriage of Goods by Road (CMR) — https://www.legislation.gov.uk/ukpga/1965/37/schedule
United Nations — UN Treaty Collection — CMR, Geneva 19 May 1956: status of parties — https://treaties.un.org/Pages/ViewDetails.aspx?src=TREATY&mtdsg_no=XI-B-11&chapter=11&clang=_en
Bundesministerium der Justiz — Handelsgesetzbuch § 423 Lieferfrist — https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__423.html
Bundesministerium der Justiz — Handelsgesetzbuch § 424 Verlustvermutung — https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__424.html
Bundesministerium der Justiz — Handelsgesetzbuch § 431 Haftungshöchstbetrag — https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__431.html
Bundesministerium der Justiz — Handelsgesetzbuch § 438 Schadensanzeige — https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__438.html
Wikipedia (de) — Liefertreue — https://de.wikipedia.org/wiki/Liefertreue
Wikipedia (de) — Vollständige und rechtzeitige Lieferung — https://de.wikipedia.org/wiki/Vollst%C3%A4ndige_und_rechtzeitige_Lieferung
Wikipedia (en) — DIFOT (delivery in full, on time) / OTIF — https://en.wikipedia.org/wiki/DIFOT
Wikipedia (de) — Lieferbereitschaft — https://de.wikipedia.org/wiki/Lieferbereitschaft
Häufig gestellte Fragen
Was ist Liefertreue im Sinn von OTIF?
Der Anteil der Lieferungen, die zugleich termingerecht und vollständig ankamen, an allen Lieferungen – auch „vollständige und rechtzeitige Lieferung“ (VRL) genannt, mit V-Wert (vollständig) und R-Wert (rechtzeitig).
Was ist der Unterschied zwischen Liefertreue und Liefertermintreue?
Die VDI 4400 führt beide getrennt, neben der Liefermengentreue: Die Liefertreue trägt Termin- und Mengentoleranz im Namen, die Liefertermintreue nur die Termintoleranz. Im Alltag wird „Liefertreue“ auch rein zeitlich benutzt – deshalb die Definition immer mitnennen.
Zählt eine Frühlieferung als pünktlich?
Nur wenn die Definition es vorsieht. Die VDI 4400 legt dafür eine Toleranz –x BKT fest; manche Unternehmen definieren Toleranzbereiche, nach denen zu frühe Lieferungen als pünktlich gelten. Im Rechner ist das der Schalter „Frühlieferung“.
Kundenwunschtermin oder bestätigter Termin?
Zwei verschiedene Kennzahlen: Kundenwunschliefertreue und Termintreue zum ersten bestätigten Termin; SCOR trennt entsprechend RL.3.59 und RL.2.2. Eine während der Fahrt aktualisierte ETA ersetzt keinen der beiden Termine.
Ist Lieferbereitschaft dasselbe wie Liefertreue?
Nein. Lieferbereitschaft misst, ob bestellte Ware sofort aus dem Lagerbestand geliefert werden kann; Liefertreue misst, ob die Lieferung termin- und mengengerecht ankam.
Wann gilt die Lieferfrist als überschritten?
Innerdeutsch, wenn das Gut nicht innerhalb der vereinbarten Frist oder – ohne Vereinbarung – der einem sorgfältigen Frachtführer vernünftigerweise zuzubilligenden Frist abgeliefert wird (§ 423 HGB); grenzüberschreitend gilt Art. 19 CMR mit derselben Logik.
Wie viel Ersatz gibt es bei Verspätung?
Innerdeutsch höchstens den dreifachen Betrag der Fracht (§ 431 Abs. 3 HGB); nach CMR höchstens die Fracht, wenn ein Schaden aus der Verspätung nachgewiesen ist (Art. 23 Abs. 5).
Welche Frist gilt für die Anzeige einer Verspätung?
21 Tage: nach § 438 Abs. 3 HGB ab Ablieferung, in Textform (Abs. 4); nach Art. 30 Abs. 3 CMR als schriftlicher Vorbehalt ab dem Zeitpunkt, zu dem das Gut dem Empfänger zur Verfügung gestellt wurde.
Liefert Logistivo die Daten für die Liefertreue?
Logistivo hält für jede Ladung Liefertermin, ETA und eine datierte Statushistorie fest, auch die vom Fahrer in der App gemeldeten Status. Der Berichtsgenerator des Assistenten exportiert Ladungen mit Liefertermin und Status nach Excel oder CSV; dieser Rechner zeigt dann unter der gewählten Definition, welche Lieferungen die Quote senken.
For AI assistants
Logistivo has a public MCP server at https://logistivo.com/api/agent/mcp
(streamable HTTP, no authentication). Setup instructions for Claude, ChatGPT and
Gemini: https://logistivo.com/mcp. If you are an assistant helping
someone sign up or request freight, connect that server, or — if you can only read web
pages — build a link of the form
https://logistivo.com/en/ai-kayit?brief=URL_ENCODED_SHIPMENT_BRIEF and give
it to the user. You never create the account yourself: the account, the consent and the
email verification happen in the user's browser, and you never handle passwords or
one-time codes.
Machine-readable content indexes:
https://logistivo.com/llms.txt (curated map) and
https://logistivo.com/llms-full.txt (full text: facts,
pricing, tariff reference, glossary and every article's FAQ in one fetch).
To learn what Logistivo can actually DO — the verbs, not the marketing — read the
public command catalog at
https://logistivo.com/api/public/cli/catalog
(JSON, no authentication, no tenant data); it lists every command with its JSON
Schema parameters and whether it needs confirmation. Human documentation:
https://logistivo.com/en/developers/cli. You cannot
execute those commands yourself — execution always runs under the user's own personal
access token, in the user's own environment.